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Was sind Erasmus+ Mobilitätsprojekte in der Erwachsenenbildung?

Der folgende Text wurde der Webseite der "Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung" entnommen. Dort finden sich weitere ausführliche Informationen.

 

 

 

 

Erasmus+ : Mobilitätsprojekte in der Erwachsenenbildung

Mobilitätsprojekte in der Erwachsenenbildung sind organisierte Lehr- oder Lernaufenthalte im europäischen Ausland für Bildungspersonal. Die Europäische Kommission fördert Mobilitätsprojekte im Rahmen der Leitaktion 1 „Lernmobilität für Einzelpersonen“ des EU-Programms Erasmus+ (siehe unten unter "Dokumente und Webseiten").

 

Auslandsaufenthalte in der Erwachsenenbildung

Mobilitätsprojekte können Fortbildungskurse, Job-Shadowings oder auch Aufenthalte bei Partnern zu Lehrzwecken beinhalten. Die Projekte werden von Einrichtungen der Erwachsenenbildung beantragt und organisiert (Volkshochschulen, Vereine, kirchliche Träger der Erwachsenenbildung, freie Bildungseinrichtungen etc.).

 

Ziele

Eine Fortbildung im Ausland erweitert die praktischen Kompetenzen von Lehrkräften um die Komponente der internationalen Erfahrung. Für die im administrativen Bereich beschäftigten Fachkräfte bieten sich die Chancen, im konzeptionellen Bereich der Erwachsenenbildung von internationalen Partnern zu profitieren. Vor dem Hintergrund der sich wandelnden gesellschaftlichen Prozesse und im Angesicht bildungspolitischer Herausforderungen leistet das Mobilitätsprojekt einen Beitrag zur Professionalisierung der Weiterbildung sowohl im personalen Bereich als auch im Sinne der Organisationsentwicklung.

 

Zielgruppen

Beschäftigte in Planung und Vermittlung von Lehr- und Lernprozessen in der Erwachsenenbildung. Dies können haupt-, neben- oder freiberuflich Beschäftigte sein. Eine detaillierte Auflistung finden Sie im Programmleitfaden (siehe unten unter "Dokumente und Webseiten").

 

Projektarten

Bildungseinrichtungen organisieren die Mobilitätsprojekte aufgrund der in der Einrichtung identifizierten Bedarfe. Dies können Entsendungen zu einem Kursanbieter oder mehreren Kursanbietern sein, um das Personal in strukturierten Kursen weiterzuqualifizieren. Die Dauer der einzelnen Mobilitäten richtet sich nach der Kursdauer.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit mit weiteren Partnern zu kooperieren, zu denen Personal im Sinn des Job-Shadowings entsendet wird. Lehr- und Lernvereinbarungen zwischen Partnern und Teilnehmenden regeln Ziele, Inhalte und Aktivitäten beim Partner.

Darüber hinaus ist es möglich, Teilnehmende zu Lehraufenthalten beim Partner zu entsenden. Hier besteht die Möglichkeit auf Gegenseitigkeit, wenn auch die Partnereinrichtung im eigenen Land einen Mobilitätsantrag einreicht.

 

Was wird bezuschusst?

Einen finanziellen Zuschuss gibt es für folgende Kosten:

  • Fahrtkosten: Betrag pro Person nach Entfernung zwischen Wohn- und Lernort (Distanzbänder; siehe unten unter Dokumente und Webseiten)
  • Aufenthalt: Betrag pro Person nach Zielland und Dauer (Fahrtkosten und Aufenthaltskosten werden auch für Begleitpersonen von Teilnehmenden mit einer Behinderung als Stückkosten beantragt)  
  • Organisation: Betrag pro Person für die Einrichtung zur Unterstützung der Qualität der Durchführung (Vorbereitung der Teilnehmenden; Abstimmungen; Monitoring; Lernergebnisse feststellen); der Betrag verringert sich ab dem 101. Teilnehmenden.
  • Kurskosten
  • Special Needs: Für Personen mit besonderem Bedarf aufgrund von einer Behinderung können zusätzliche Mittel beantragt werden. Die Abrechnung erfolgt auf der Basis der tatsächlich entstandenen Kosten.
  • Außergewöhnliche Kosten: 75% der tatsächlichen Kosten. Gilt nur für die Inanspruchnahme einer Bankbürgschaft, sofern die NA eine Bankbürgschaft anfordert. Außergewöhnliche Reisekosten von Teilnehmenden aus Regionen in äußerster Randlage sowie überseeischen Ländern und Gebieten

 

Wie erfolgt die Finanzierung?

Bis auf die nachzuweisenden Kosten für Inanspruchnahme der Kategorie „special needs“ und "Fahrten aus Regionen in äußerer Randlage sowie überseeischen Ländern und Gebieten" basieren alle Kostenarten auf Stückkosten. Die Berechnung erfolgt also auf der Basis eines festgesetzten Einzelbetrags in der betreffenden Kostenart. Die einzelnen Beträge sind in der Fördertabelle (siehe unten unter "Dokumente und Webseiten) hinterlegt.

 

Hinweis

Mehr zur grundsätzlichen Philosophie des Programms, den spezifischen Zielen für die Berufsbildung und den Verfahren zur Antragstellung finden Sie in den Grundsatzdokumenten des EU-Kommission, der aktuellen Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (Call) und vor allem dem Erasmus+ Programme Guide.

 

Dokumente und Webseiten